Baltic Sea Lions weiter höchstklassig

Die Baltic Sea Lions, eine Spielgemeinschaft des BBC Rendsburg und des TSV Kronshagen, bleiben auch in der Saison 2019/2020 in der männlichen U 16 Jugend-Basketball-Bundesliga.

Nach dem 68:60 Sieg in Weißenfels gegen die MBC Jungwölfe vor einer Woche gab es auch im Rückspiel in eigener Halle einen 61:54 (20:20/34:33/40:46) Erfolg. Damit war der Klassenerhalt perfekt.

Entsprechend fiel der Jubel nach dem Schlusspfiff in der Herderhalle aus. Dem gesamten Team war die Erleichterung anzumerken. Die Anspannung fiel ab. Trainerin Antje Mevius hatte ihr Team mit einer positiven Ansprache in die Begegnung geschickt. Ihr schafft das – gab sie dem Team mit auf den Weg. Das wurde dann auch schnell deutlich, denn nach fünf Minuten führten die Gastgeber mit 11:4 – darunter ein Dreier des ganz stark agierenden Aufbauspieler Tim Schlegel. Diese Führung konnten die Gastgeber aber nicht halten bzw. gar ausbauen. Die Jungwölfe schafften es, sich mit 20:20 nach dem ersten Viertel im Spiel zu halten. Auch im zweiten Viertel gelang es den Ostsee-Löwen nicht, frühzeitig auf die Siegerstraße einzubiegen. Die Folge – die Führung von 34:33 zur Pause war denkbar knapp.

Das sollte im dritten Viertel noch ganz anders kommen – plötzlich lagen die Jungwölfe mit 46:40 in Front. Dabei profitierten sie davon, dass die Ostsee-Löwen nicht mehr wie gewünscht ihre großen Spieler wie Jakob Weczerek, Jonas Haller und Chidora Azidoro einsetzen konnten. „Sie hatten eine Reihe von Fouls auf ihrem Konto, so dass ich ihnen nicht viel Spielzeit einräumen konnte. Die Gäste haben die Fouls aber auch provoziert. Das ist uns nicht bekommen“, meinte Mevius. Nutznießer davon war auf Seiten der Jungwölfe vor allen Dingen Center Tim Schmidt, der mit 20 Punkten bei Freiwürfen glänzte und dadurch seine Mannschaft im Spiel hielt. Das tat den Gastgebern schon weh. Das zeitweise Fehlen der Leistungsträger glichen die Ostsee-Löwen jedoch mit zunehmender Spieldauer gut aus. Da waren es Anton Krüger, Julian Bleinagel und Marc Noldin die in der schwierigen Phase mit großem Erfolg in die Bresche sprangen. „Das war eine starke Leistung von ihnen. Da wir unsere gewohnten Abläufe nicht mehr spielen konnten, war es wichtig, dass es uns über den Kampf gelungen ist, dem Gegner die Führung abzujagen. Das hat die Mannschaft unter der Führung von Tim Schlegel im Schlussviertel gut umsetzen können“, war Trainerin Antje Mevius sichtlich erleichtert, dass ihre Mannschaft im Schlussviertel einen 21:8 Lauf hinlegen konnte.

Als große Stütze erwies sich jedoch auch die starke Anfeuerung der 120 Zuschauer. „Die stimmungsvolle Kulisse hat uns sehr geholfen. So konnte uns ein Comeback im letzten Viertel eindrucksvoll gelingen. Das war auch mental eine gute Leistung“, strahlte Mevius. Herausragend dabei Tim Schlegel als ihm aus schwieriger Wurfposition kurz vor Schluss das 57:54 gelang. Dem ließ er zwei sicher verwandelte Freiwürfe folgen. Das öffnete dem Team letztlich den Weg zum Sieg.

Ostsee-Löwen: Schlegel (30/3 x 3), Kiwitt (13), Noldin (5/1 x 3), Haller 5, Azodiro (4), Philipp (2), Weczerek (2), Stein, Bleinagel, Krüger

Text: Rüdiger Müller - Landeszeitung

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